Bernd Uhlenbruch, Prof. Dr. (pensioniert)

Russische Kultur

Uhlenbruch_Bernd.jpg

In memoriam Bernd Uhlenbruch (1947-2018)

Wir trauern um Bernd Uhlenbruch, der am 6. Mai 2018 im Alter von 71 Jahren in Bielefeld verstarb. Sein akademischer Lebensweg ist eng mit der Ruhr-Universität Bochum verknüpft: Nach dem Studium der Slavistik und Anglistik war er hier von 1972 bis 1976 als Bibliothekar tätig, anschließend als Wissenschaftlicher Angestellter in einem DFG-Projekt zur Edition russischer Rhetorikhandbücher. Zwischenzeitlich Wissenschaftlicher Assistent, später Hochschuldozent an der Universität Bielefeld, wo er sich 1988 habilitierte, wurde er 1992 auf die Professur für russische und sowjetische Kultur am neu gegründeten Bochumer Lotman-Institut berufen, die er bis zu seiner Pensionierung 2012 innehatte. Bei dem Graduiertenkolleg „Kulturelles Bewusstsein und sozialer Wandel in der russischen und sowjetischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts“ (1996-2001) fungierte er als Sprecher. Bernd Uhlenbruchs wissenschaftliche Interessen waren weit gespannt: vom slavischen Barock über die Romane des russischen Realismus bis zur Filmästhetik des 20. Jahrhunderts. Seine Auseinandersetzung mit dem theoretischen und filmpraktischen Werk Sergej Eisensteins trug zur Profilierung des Studiengangs „Russische Kultur“ maßgeblich bei. Wir werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.